Sonntag, 6. November 2011

Suppensonntag

Heute haben wir mit einem Suppensonntag unsere Wohnung eingeweiht. Es gab drei Suppen zur Auswahl. Zum einen die Kürbissuppe mit Orange, deren Rezept ich am gepostet habe. Heute hatte ich aber noch Petersilienwurzel und zum Würzen ein bisschen Paprika-Gewürz, Kräutersalz und ein wenig Tumerikpulver rangemacht. Schmeckte auch.

Die zwei Suppe war Jamie Olivers Lauch-Kichererbsen-Kartoffelsuppe. Das Rezept ist in einem seiner Bücher zu finden. Ich weiß gar nicht, ob ich das hier veröffentlichen darf. Ich sage nur soviel: Drin sind Knoblach und frischer Tymian, die zusammen mit Lauch angeschwitzt werden. Dann Kichererbsen und klein geswürfelte Kartoffel dazugeben, Brühe drauf und ca 20 min kochen bis die Kartoffeln gar sind. Dann abschmecken mit Salz und Pfeffer. So mache ich es wenigstens.

Supper Nummer 3 ist Spezialsuppe meines Freundes. Seine Mutter hat sie immer für ihn gekocht, als er als Kind krank war. Jetzt kocht er immer seine eigene Version der Eier-Zitronen-Suppe. Dafür braucht man folgende Zutaten:

1 Packung Hühnerschenkel (ca. 1 kg oder auch 1,5kg)
Suppengrün
Zwiebel und Knoblauch
3 Eigelbe
2 Bio-Zitronen
1 Esslöffel Mehl oder Speisestärke
Zimt
kleine Orzo-Nudeln (Nudeln, die aussehen wie Reiskörner)

Zubereitung:
  1. Zunächst mit dem Suppengrün, Zwiebeln und Knoblauch (man kann auch noch Bleichsellerie dazutun, wenn man hat) und den Hühnerbeinen eine Brühe machen. Also, Beine, Gemüse, Lobeerblätter, Pfefferkörner in einen großen Topf und Wasser drauf. Dann langsam zum Kochen bringen, aber NICHT kochen lassen. Nach 1-2 Stunden Brühe in eine Schüssel abgießen. Hühnerbeine abkühlen lassen und dann das Fleisch sorgfältig abpuhlen.
  2. Nun Brühe wieder in den Topf (vielleicht den Topf kurz auswaschen!) und ja nach Wunsch eine Menge Orzo-Nudeln in der Brühe kochen. In der Zwischenzeit Zitronenschale abreiben und Saft auspressen. Dann die Eigelbe mit dem Saft verrühren, dann das Mehl oder die Speisestärke ebenfalls unterrühren, so dass keine Klümpchen bleiben. Dabei können ein paar Esslöffel der Brühe helfen. Im Anschluss, wenn die Nudeln fertig sind, das Gemisch unter ständigem Rühren unter die Brühe mischen. Hier auch darauf achten, dass keine Klümpchen bleiben. Hühnerfleisch hinzugeben und mit Salz, Pfeffer, etwas mehr Zitronensaft (je nach Gusto) und ein bisschen Zimt abschmecken.
  3. Die Suppe sollte samtig kremig sein.
  4. TIPP: Wer die Suppe schon einen Tag vorher zubereiten möchte, sollte die Nudeln nicht in der Brühe kochen. Sondern am Servier-Tag seperat kochen und dann dazugeben.
Ich hoffe, Ihr probiert's mal aus.

Zu den Suppen gab es auch noch ein selbst gebackenes Brot:

Zutaten:
500g Vollkorndinkelmehl oder 250g Vollkorndinkelmehl und 250g Vollkornmehl
2 Teelöffel Salt
25g frische Hefe
3 Esslöffel Balsamicoessig (dunkel oder hell)
425ml lauwarmes Wasser (nicht zu warm!)

Zubereitung:
  1. Ofen auf 200°C vorheizen.
  2. Mehl mit Salz vermischen. Wer will kann das ganze noch sieben.
  3. Mulde in die Mitte drücken und Hefe hineinbröseln.
  4. Essig und Wasser hinzumischen und mit einem großen Löffel glatt vermischen. Nicht mit dem Handrührer.
  5. Dann nach Belieben Körner untermischen. Ich muss noch mal Werbung machen und sagen, dass ich meistens eine halbe Packung von der Salatkörnermischung von Aldi nehme.
  6. Dann in eine Kastenform füllen. Ich habe eine sehr gute und stabile aus Silicon. Ansonsten sollte man eine Metalform mit Öl fetten.
  7. Sesamsamen draufstreuen und mit einer Gabel andrücken. Mit einem scharfen Messer einen tiefen Einschnitt durch den ganzen Teig mache, damit er schön aufspringt.
  8. Im vorgeheizten Ofen auf der oberen Schiene 55min bis 1 Stunde backen.
  9. Aus der Form rausnehmen und abkühlen lassen.
So, hoffentlich habt Ihr Spass beim Nachkochen. Der Winter ist noch lang!

Samstag, 5. November 2011

London in Berlin

Gestern war es soweit. Mein Freund und ich waren in East London, allerdings in Berlin. Da mein Freund Engländer ist, waren wir natürlich gespannt, wie das "finest British cooking" so sein würde.

Ich habe mir einen Burger bestellt - ich weiß, ist jetzt nicht ausgesprochen Englisch, aber ich habe immerhin auf medium durchgebraten bestanden. Und mein Freund hat Fish 'n' Chips gewählt. Wir wurden nicht enttäuscht.

Mein Burger war innen in der Tat noch rosig und saftig, der Stilton-Käse darüber aber trotzdem schön geschmolzen. Auch die Fritten konnten sich sehen lassen.

Bei den Fish 'n' Chips war mein Freund besonders von der Teigummantelung seines Fisches begeistert. Der "batter" ist immer eine heikle Sache. Aber hier war er mit einem Ale zubereitet worden, was dem ganzen noch eine besondere Note gab.

Im Anschluss war ich schon satt, aber es musste noch der Sticky Toffee Pudding getestet werden. Der war okay. Klein wie ein Muffin und hätte auch noch etwas stickiger sein können. Aber lecker war es trotzdem.

Also, das East London bekommt eine kleine Krone!

Achso, und die Toiletten sind auch einen Besuch wert.

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Die Ratte im Radio

Für alle von Euch, die noch mal wissen möchten, wie mein Jahr in England an der Kochschule war und was ich da so getrieben habe, gibt es am kommenden Sonntag auf WDR2 ein Interview.

Eine Vorschau auf kommende "Attraktionen" gibt es auf der Webseite der Sendung "Sonntagsfragen". Wer die eingentliche Sendung am Sonntag von 8 - 9 Uhr auf dem Livestream oder direkt am Radio verpasst, kann sich das Ganze auch noch im Anschluss als Podcast herunterladen.

Ansonsten gibt es auch immer noch meinen Blog aus der Zeit "There is a rat in the kitchen".

Dienstag, 25. Oktober 2011

Maronen sammeln

Übers Wochenende war ich in England an der Südküste und dort war ich Maronen sammeln. Es gibt eine besonders ergiebige Stelle in der Nähe des Ortes Robertsbridge.

In Deutschland habe ich bisher nur die normalen Kastanienbäume gekannt. Aber in England sind die Esskastanien recht verbreitet. Sogar im Park von Greenwich kann man welche sammeln. Allerdings ist da die Ausbeute eher mager, weil noch vor dem Morgengrauen, wenn der Park gerade geöffnet hat, viele Asiaten mit Taschenlampen (ich mache keine Witze. Ich habe es mit eigenen Augen gesehen!) die meisten einsammeln.

Somit waren wir an diesem Wochenende weitaus erfolgreicher.

Abends haben wir dann in die Schalen mit dem Küchenmesser ein Kreuz eingeritzt und sie für gut 10 Minuten im Ofen bei 200°C geröstet. Herrlich!

Montag, 17. Oktober 2011

Ein Muss für den Herbst

...ist ganz klar die Kürbissuppe. Jedes Jahr freue ich mich aufs Neue auf diese Saison. Und ich habe auch ein ganz zauberhaftes Rezept, das mir mal meine Freundin Katja gegeben hat. Sie hatte es, glaube ich, auch wiederum von einer Freundin.

Gerade heute habe ich mal wieder einen Topf voll gekocht. Der besondere Reiz daran ist für mich die Orangennote darin. Hier ist das Rezept für alle, die Lust aufs Nachkochen haben:

Kürbissuppe mit Orange

Zubereitungszeit: ca. 60 Minuten

Zutaten für 12 Portionen:

  • 1200g Hokkaidokürbis (1)
  • 150g Zwiebel, mittelgroß
  • 150g Kartoffeln, mittelgroß
  • 1,5 l Gemüsebrühe
  • Saft und abgeriebene Schale von ½ unbehandelten Orange (ich nehme immer eine Ganze, manchmal sogar zwei)
  • 250ml Sahne
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

Kürbis waschen, halbieren, Kerne und Fasern entfernen. Kürbishälften in Spalten schneiden und würfeln. 800g Kürbisfleisch abwiegen (ich nehme es da nicht so genau!). Zwiebel schälen und fein würfeln. Kartoffeln schälen und würfeln. Alles in zerlassener Butter etwa 2 Min. dünsten. Orangenschale, -saft und Brühe zugeben. Salzen und pfeffern. Zugedeckt ca. 25 Min. kochen lassen.

Suppe im Küchenmixer oder mit Pürierstab sehr fein pürieren. Mit Sahne nochmals aufkochen. Mit Salz und Pfeffer würzig abschmecken.

Wer will kann die Suppe auch noch mit Tabasco, Limettensaft und Zucker weiter abschmecken und Petersilie gewaschen und feingehackt drüberstreuen. Ich finde aber, dass sie das nicht braucht. Die Suppe ist so super.

Dazu gibt es wunderbares, selbst gebackenes Brot!

Samstag, 1. Oktober 2011

Unglaublich!

Ich habe gerade folgende Werbung in einer Zeitschrift gefunden und kann es einfach nicht glauben:
Was soll das? Wer soll das kaufen? Ist es denn nicht der Sinn von Tee, dass er zieht. Und als jemand, die in England gelebt hat, aber auch die Teekultur von Ost- und Nordfriesland kennt, ist das schon fast eine Beleidigung. Aber schockierender Weise wird es wahrscheinlich genügend Leute geben, die diesen Sirup kaufen.


Ich mach mir jetzt erst mal eine Tasse losen Tee, den man erst mal in einen Filter tun muss und dann in Ruhe ziehen läßt.

Gratis Rezepte

Ich war neulich bei Karstadt in der Lebensmittelabteilung und da fiel mir folgendes Magazin ins Auge.
Das Titelbild fand ich einfach so ansprechend, dass ich die Zeitschrift in die Hand nahm und mit Freude feststellte, dass sie gratis zum Mitnehmen ist. Rezepte für umsonst! Schnell habe ich ein Exemplar in den Einkaufskorb gelegt.

Später habe ich gesehen, dass das Titelbild zu einem Rezept von Cornelia Poletto gehört, welches unter anderem in der Zeitschrift abgedruckt war. Und da ich großer Fan von roter Beete und Ziegenkäse bin, musste ich das Gericht einfach ausprobieren. Und ich bin nicht enttäuscht worden. Das Zusammenspiel zwischen der Süße der roten Beete und der Cremigkeit des Käses, plus (und für die Geschmacksbalance, wie ich finde, sehr wichtig) die Vinaigrette war einfach toll.

Meine Kreation sieht vielleicht nicht ganz so "perfetto" aus, aber wenn Ihr mal bei Karstadt seid, solltet Ihr einen Blick in das Gratis-Heft werfen: